| Kursnummer | 20604 |
| Dozentin |
Gordana Mlakar
|
| Datum | Dienstag, 29.09.2026 15:00–16:30 Uhr |
| Gebühr | 7,00 EUR |
| Ort |
vhs-Bildungszentrum
|
In der Kunst kamen Darstellungen von Natur bereits in der Zeit als die Menschen Jäger und Sammler waren und in den Höhlen lebten. Dabei sind vor allem Jagdszenen zu identifizieren und stilidirte Darstellungen von nicht identifizierten Pflanzen, wie Gras oder Büsche.
Erst mit dem Ackerbau kamen auch Darstellungen von landwirtschaftlichen Produkten als Motiv vor.
Mit der Zeit entwickelte sich in den Hochkulturen auch dekorative Darstellung von Tieren, Blumen, Gemüse und Obst. Zunächst als Opfergaben für die Götter, vor allem in Ägypten und im Nahen Osten.
In der Kunst des Mittelalters, bedingt durch starke Frömmigkeit bekommt das Obst ebenso wie Blumen, symbolische Bedeutung. Die Mönche haben in ihren Klöstern neben den Kräutergärten auch Obstwiesen innerhalb der Klostermauer gehabt. Meistens wurden sie unter Obstbäumen begraben. Im frühen Mittelalter entwickeln sich im Christentum die ersten Symbole durch Blumen und Obst dargestellt. Apfel als Symbol des Sündenfalles Evas und der Aufhebung der Sünde durch Maria als die neue Eva.
Die schönsten Darstellungen von Obst entstehen jedoch in der Malerei des 16., 17. und 18. Jh. in der Gattung des Stilllebens. Nahezu alle Obstsorten, die damals in Europa bekannt waren werden dargestellt.
All das sind für uns heute wichtige Dokumente. Dadurch wissen wir, was es damals an Obstsorten gab.
Das setzt sich fort in der Malerei des 19. Jh. und wird erweitert um die Motive der Impressionen der blühenden Obstbäume in Gärten und auf Obstwiesen. Im 20. Jh. malen zeitgenössische Künstler wieder Obst in allen Variationen. Von fast fotografisch genau dargestellten einzelnen Früchten bis hin zu den verborgenen psychoanalytischen Deutungen.