| Kursnummer | 21201 |
| Dozent |
Prof. Wolfgang Müller-Steinbach
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| Datum | Mittwoch, 25.02.2026 19:00–21:00 Uhr |
| Gebühr | 10,00 EUR |
| Ort |
Kunsthaus Frankenthal
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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es neben den bedeutenden Klavierwerken in der Nachfolge Beethovens und Schuberts, vor allem von Mendelssohn und Schumann, eine rasch anwachsende Zahl von „Komponisten“, die nur für ihr eigenes Instrument, das Klavier, komponierten, und zwar musikalisch unbedeutendes Virtuosengeklingel. Sie waren beim breiten Publikum oft sehr populär und versuchten sich meist nicht an anspruchsvollen „klassischen“ Werken. So gab es also einen „hohen“ und einen „unterhaltsamen“ Stil, die klar voneinander getrennt waren.
Als der junge polnische Pianist Frédéric Chopin auf seiner Flucht vor politischer Verfolgung nach Frankreich kam, erregte er nicht nur wegen seiner unerhörten Virtuosität Aufsehen, sondern auch dadurch, daß er in beiden Stilebenen Erstaunliches leistete. Im diesem Musikvortrag wird der Referent, Wolfgang Müller-Steinbach, vor allem Chopins überragendes Meisterwerk, die 24 Préludes op.28 vorstellen, daneben aber auch einige Beispiele aus Chopins unterhaltsamen meist tänzerischen Werken wie Walzer und Polonaisen bringen.