| Kursnummer | 10105 |
| Dozent |
Herbert Baum
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| Datum | Dienstag, 10.11.2026 18:00–19:30 Uhr |
| Gebühr | kostenlos |
| Ort |
vhs-Bildungszentrum
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An den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morden an schätzungsweise 300.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen waren auch die Heilanstalten in Frankenthal und Klingenmünster beteiligt. Bereits ab 1934 wurden aufgrund des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ an etwa 400.000 Menschen Zwangssterilisationen durchgeführten.
Von 1941 bis 1945 starben in der Heilanstalt Klingenmünster rund 2200 Patientenen und Patientinnen, die auf dem Klinikfriedhof und in Massengräbern begraben wurden.
Seit vielen Jahren informiert der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal mit Vorträgen über diese Verbrechen, die lange todgeschwiegen wurden. Am 29. Januar 2025 hat der Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, bundesweit Patientenakten und Verwaltungsakten der Täter zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen. Dabei geht es auch um Daten in privaten Institutionen oder in Archiven der Wohlfahrtspflege und der Kirchen.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Forschungssituation. Hier werden auch anonymisierte Akten pfälzischer Patientinnen und Patienten vorgestellt. Hierzu werden auch Angehörigen von Opfern eingeladen.