| Kursnummer | 10904 |
| Dozent |
Werner Schäfer
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| Datum | Dienstag, 22.09.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Gebühr | kostenlos |
| Ort |
vhs-Bildungszentrum
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Der Referent Werner Schäfer, Mitglied des Stadtführerteams und des Fördervereins für jüdisches Gedenken in Frankenthal wird in seinem Bildvortrag auf die damalige Situation eingehen.
Arbeitslosigkeit, Inflation, Besatzungszeit, Bankrott, Separatisten, Wucher und Zollgrenzen diktierten das Leben der Bevölkerung und der Unternehmen. Wer als Arbeitsloser Stempelgeld erhielt, musste oft in den Geschäften „anschreiben“ lassen, um etwas „zu beißen“ zu haben und seine Kinderschar irgendwie satt zu bekommen.
Trotz allem kämpfte man sich durch. 1923 wird das städtische Krankenhaus eröffnet und die Firma KSB errichteten innerhalb von 4,5 Monaten, trotz Widrigkeiten durch die Zollgrenze, den mit 107 Metern höchsten Schornstein der Pfalz und der weiteren Umgebung. Tag und Nacht wurde daran gearbeitet und er war so stabil, dass er den Bombenabgriff im September 1943 unbeschadet überlebte.
1922 gründete sich die NSDAP Ortsgruppe und zeigt: es gibt keine goldene Zukunft. Gefeiert wurde trotz allem: 1925 eröffnet der erste Oktobermarkt und 1927 die Pfister‘sche Festhalle.
Kein goldener Abgang war der Winter 1929. Alles zitterte vor Kälte, es war so eiskalt, dass der Rhein zufror.
Die Goldenen 20er Jahre waren für die Reichen in den Großstädten golden. Für die Frankenthaler waren sie alles andere als Gold – es war die „Schlechte Zeit“ wie die Menschen im Nachhinein sagten.