100 Jahre Erwachsenenbildung in Frankenthal Von der „Fortbildung des Geistes und der Seele“ zum „lebensbegleitenden Lernen“ - NEU

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Donnerstag, 04. April 2019 19:00–21:00 Uhr

Kursnummer 1000
Dozent Dr. Dieter Schiffmann
Datum Donnerstag, 04.04.2019 19:00–21:00 Uhr
Gebühr kostenlos Kostenlos. Anmeldung erbeten.
Ort

VHS-Bildungszentrum
Schlossergasse 8-10
67227 Frankenthal
Vortragsraum

Kursort

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Von der „Fortbildung des Geistes und der Seele“ zum „lebensbegleitenden Lernen“
Der Vortrag beleuchtet insbesondere die Anfänge der Volksbildungsarbeit in Frankenthal in der Zeit der Weimarer Republik, als der „Volksbildungsverein“ auf allen Feldern die größte Kulturorganisation in unserer Stadt war. Im Blick zurück wird die Arbeit seiner Vorläuferin, der „Freien Vereinigung für Volksvorlesungen“, um 1900 ebenso gestreift wie im Ausblick die Entwicklung der 1948 wieder- oder neugegründeten Volkshochschule Frankenthal.
Mit einer Vielzahl von Kursen und Vorträgen, von der Fachkunde für Metallarbeiter bis zu Goethes Leben und Werk, begann die Volksbildungsarbeit in Frankenthal im ersten Nachkriegsjahr 1919 schon, bevor dann förmlich am 13. Dezember 1919 der „Volksbildungsverein für Frankenthal und Umgebung“ aus der Taufe gehoben wurde. Der Frankenthaler „Volksbildungsverein“, der auch zum Vorbild für viele andere Vereinsgründungen in der Pfalz und zur Keimzelle des 1920 gegründeten „Pfälzischen Verbandes für freie Volksbildung“ wurde, hatte nach wenigen Jahren weit über 1.000 Mitglieder und prägte das kulturelle Leben in Frankenthal. „Volksbildung auf demokratischer Grundlage“ sollte „im Sinne des echten Volkshochschulgedankens die Volksgenossen zur selbständigen Denkarbeit und eigenem geistigen, künstlerischen und sittlichen Erleben“ erziehen. Der Volksbildungsverein veranstaltete nicht nur berufliche Fortbildungskurse und Vorträge zu wissenschaftlichen und künstlerischen Themen sondern baute mit einer eigenen Volksbücherei den Vorläufer unserer heutigen Stadtbücherei auf und war Träger des Theater-, Opern- und Konzertprogramms in der Stadt. Darüber hinaus hatte er sich auch die Bekämpfung von „Schmutz und Schund“ auf die Fahnen geschrieben.
Mit seiner Selbst-Gleichschaltung im Zuge der NS-Machtergreifung im April 1933 endete im Volksbildungsverein die Bildungsarbeit auf demokratischer Grundlage. An ihre Stelle sollte jetzt eine nationalsozialistische Bildung treten, die „innerstem deutschen Wollen und Wesen Ausdruck verschaffen“ sollte und sich ausdrücklich dem Führer-Prinzip verpflichtete.
Zur Eröffnung des Vortrags spricht der Vorstandsvorsitzende des Vereins „Volkshochschule Frankenthal e.V.“, Oberbürgermeister Martin Hebich, ein Grußwort.

Dr. Dieter Schiffmann Hauptdozent


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